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Stadtpromenade Cottbus

2015 Gutachterverfahren _ tm·es _mit Doreen Ebert

Das Areal der Stadtpromenade in Cottbus verfügt sowohl über historische als auch über zukünftige Bedeutung.
Ehemals als Wallanlage vor der Stadtmauer der Altstadt entstanden, entwickelte es sich als mit Bäumen gestaltete Promenade zwischen dieser und der Stadterweiterung des 19. Jh. und fügt sich, zusammen mit der heutigen Puschkinpromenade, zu dem grünen Gürtel der Stadt hinzu. Infolge der städtebaulichen Überformung der zerstörten Bebauung westlich der Promenade wurden in den 70er Jahren des 20. Jh. sowohl Wohnbauten als auch Dienstleistungs-, Freizeit- und Handelsgebäude hinzugefügt. Als letzte Addition zu diesem Ensemble entstand das Einkaufszentrum „Blechen – Carré“ im südlichen Bereich der Promenade.
Nach dem Abriss der Pavillons aus DDR Zeiten zeigt sich jetzt eine unvollständige Situation für diese zentrale Stelle der Stadt.
Das Projekt beabsichtigt zunächst, eine leitende Idee für die vorhandenen heterogenen Strukturen und die Bebauung zu finden, von der Stadthalle im Norden bis zur Karl-Liebknecht-Straße im Süden. Im nördlichen Abschnitt wird ein Platzraum gegenüber des Postgebäudes und des Punkthauses vorgeschlagen. Auf diesem Platz wird ein zweigeschossiges Dienstleistungsgebäude platziert, das die Nutzbarkeit des Platzes unterstützen und eine angemessene Platzgröße schaffen soll. Als Nutzung wäre eine Markthalle, ein Informations- und Veranstaltungsgebäude oder ein Servicegebäude der Post vorstellbar.
Im südlichen Abschnitt befindet sich das Gebäude des EKZ. Die Nordseite des Baufeldes bildet ein sechsgeschossiger Kopf als räumlicher Abschluss des neuen Berliner Platzes und als Hauptadresse des EKZ; die Ostseite richtet sich im OG an der Bauflucht des „Blechen – Carré“ aus und öffnet sich zur Stadtpromenade sowie zur Altstadt. Dieser Erschließungsraum wird durch zwei Querverbindungen in Richtung Ost – West ergänzt, die gleichzeitig den Besuchern aus der Ladenstraße an der Wohnscheibe das Betreten des Gebäudes und den Durchblick durch das EG in dieser Straße aus der Promenade ermöglichen. Im 1. OG fungiert die Mall als „Stadtschaufenster“ mit Blick auf die Grünflächen und auf die Altstadt.