tm architekten

Kita Friedberg

2017 Wettbewerb Ankauf _ tm·es _mit Doreen Ebert

Das Gebäude der neuen Kindertagesstätte in Friedberg fügt sich zunächst als ordnendes Element in den städtebaulichen Kontext ein. Die annähernde Ost-West Ausrichtung des länglichen Baukörpers schafft eine klare Zonierung des vorhandenen Grundstücks und fungiert gleichzeitig als räumlicher Abschluss der städtebaulichen Struktur: das Quartier erhält durch den Neubau eine städtebauliche „Südfassade“.
Nördlich des Gebäudes wird ein öffentlicher Raum vorgeschlagen, der als Quartiersplatz einen Ort des Treffens und eine gewisse Zentralität für das benachbarte Wohngebiet anbietet. Er versteht sich auch als Ort für den Austausch und das Zusammenkommen in Sinne einer erweiterten öffentlichen Nutzung des Gebäudes durch den Mehrzweckraum.
Das Gebäude besteht grundsätzlich aus einem zweigeschossigen Baukörper, der ausschließlich die Räume der Kinder und die Einrichtungsleitung mit dem Personalbereich beherbergt. Dieser „Kern“ wird durch drei eingeschossigen Baukörper ergänzt, welche als eine Art schützend und dienender Sockel die restlichen Funktionen des Gebäudes beinhaltet: Service (Eltern-Café, Küche, Technik und Hausmeister), gemeinschaftliche Aktivitäten (Mehrzweckraum und Speisesaal) und Nebennutzungen (Sonderräume für die Kinder oder Indoor-Spielflächen).
Dieser Sockel wirkt, ähnlich wie bei einer Burg, als eine Wallanlage, die spielerisch erobert werden kann, um ein durch Licht und Farbe geprägtes Innern zu entdecken. Zahlreiche Öffnungen in diesem Sockel sorgen für einen wechselhaften Austausch zwischen Innen und Außen, regen die Neugier an und unterstützen neben dem Farbkonzept im Gebäude die Orientierung der Kinder.